Hier ein Kleiner Überblick über Aktuelle Themen

Termine, Hintergründe, Aktionen

Ein breites gesellschaftliches Bündnis!

Seit im November 2017 mit den Stimmen von CSU und Freien Wählern der Alpenplan geändert wurde, steigen die Unterstützer-zahlen des "Freundeskreis Riedberger Horn" rasant an. Seit der Entscheidung im Landtag vor zwei Monaten hat sich die Zahl unserer Freunde von 2.500 auf über 4.000 erhöht! Neben vielen Privatper-sonen kommen nun auch die Oberallgäuer Kreisgruppen des Bund Naturschutz (BN) und des Landesbund für Vogelschutz (LBV), der Deutsche Alpenverein mit den Sektionen Immenstadt und Oberstaufen-Lindenberg, der Verein Allgäuer Kräuterland, der Kreisjagdverband Oberallgäu und der Verein Wandern und Erleben Allgäu dazu. Zusammen mit den neu hinzugekommenen Organisationen und Vereinen zählt das breite gesellschaftliche Bündnis mittlerweile über 10.000 Unterstützer aus dem Allgäu.
Neue Freunde des Riedberger Horns sind zudem die Allgäuer Sängerinnen der Vivid Curls sowie der überregional bekannte Wildpflanzenexperte Dr. Markus Strauß. Durch diesen enormen Zuspruch bestärkt, planen wir bis zur Landtagswahl im Herbst weitere Aktionen; Infos folgen!

Foto: Monika Häußinger

v.l. Martin Simon (Sprecher Freundeskreis), Dr. Michael Schneider (Wandern und Erleben Allgäu + DAV-Sektion Immenstadt), Julia Wehnert (BN-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu), Gerti Epple (Allgäuer Kräuterland), Thomas Blodau (LBV-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu), Christine Speer (BN-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu), Dr. Markus Strauß (Wildpflanzenexperte), Hans-Jürgen Richter (Freundeskreis), Brigitte Kraft (LBV Schwaben), Inka Kuchler (Vivid Curls), Barbara Schäffeler (Freundeskreis)


Beitrag von Susanne Lettenbauer (Deutschlandfunk Kultur) vom 2.1.2018: Brauchen wir mehr Skilifte in den deutschen Alpen? Das meint offenbar die bayerische Staatsregierung und hat vor Kurzem den "Alpenplan" geändert, der vor einer Übererschließung der Alpen schützt. Das stößt bei vielen auf Missfallen - auch bei CSU-Mitgliedern.

(Link zum Beitrag  - Klick aufs Bild).


Statement von Jagdaufseher Franz Herz:                 Mehr Natur am Riedberger Horn!

Franz Herz ist Jagdaufseher am Riedberger Horn. Mit Sorge betrachtet er den zunehmenden Wintertourismus, der das Wild immer weiter zurückdrängt. Am stark abnehmenden Bestand der Birkhühner sei diese Problematik besonders gut zu erkennen.

Da die unberührte Natur das eigentliche Kapital des Allgäus ist, hofft Franz Herz auf mehr naturnahen Tourismus in der Region (Link zum Beitrag des BR von V. Wagensommer, 28.12. - Klick aufs Bild rechts).

 

 


Konkrete Planungen für das Skigebiet am Riedberger Horn!

Stückchenweise werden die Ausbaupläne am Riedberger Horn bekannt; für Grasgehren ist eine hochmoderne Beschneiungsanlage sowie ein Achter-Sessellift vorgesehen. Kosten: rund zehn Millionen Euro, wovon durch die Subventionen für Modernisierung und Neubau von Skiliften ein großer Teil aus Steuergeldern finanziert werden soll! Hierzu ein interessanter Artikel von Christian Sebald (Süddeutsche Zeitung) vom 18.12.2017:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/alpenschutz-die-liftbetreiber-am-riedberger-horn-zeigen-ihr-wahres-gesicht-1.3796552


Editorial: Geld stinkt auch in Bayern nicht

....aus der Jagdzeitschrift "Pirsch" (21/2017):

Am 9. November zeigte der Bayerische Landtag, was wirklich zählt im Freistaat: Geld. Dank ihrer Mehrheit drückte die CSU eine Änderung des Alpenplans durch, der die Bergwelt durch seine Kategorie C eigentlich vor einem ausufernden Skitourismus schützen sollte. Sagt das Landratsamt Oberallgäu jetzt noch "ja", ist der Weg so gut wie frei für die geplante Skischaukel am Riedberger Horn. Die Betreiber können so zwei Skigebiete miteinander verbinden.

45 Jahre hielt der Alpenplan, dann siegte die Aussicht auf sprudelnde Wintersport-Millionen gegen Heimat, Wild - und bereits ausgegebenes Steuergeld. Vor allem der Präzedenzfall am Riedberger Horn hat es in sich: Sowohl die geplante Verbindungs-Sesselbahn als auch die Verbindungsabfahrt schneidet durch eins der besten Birkwild-Habitate Bayerns. Wie die Hühner auf Pistenpräparation, Variantenskifahrer und Lebensraumzerschneidung reagieren werden? Wohl mit einem gepflegten "Servus". Die Schneebegeister- ten sollen außerdem mitten durch ein Wildschutzgebiet brettern, und auch einige Hektar Schutzwald verlieren im Angesicht des Après-Ski plötzlich ihre Bedeutung. Um die politische Irrfahrt auf die Spitze zu treiben, ist ein Teil des Riedberger Horns Sanierungsgebiet. Mit viel Steuergeld wurde dort jahrelang der Wald hoch- und das Schalenwild kurz gehalten. Erst musste also das Wild der Schutzwaldsanierung weichen, jetzt werden wohl Beide von Kunstschnee und Skizirkus abgelöst. Prost Mahlzeit - diese Logik muss mir mal einer erklären...

Martin Weber,  Redakteur


Gespräch mit der CSU-Spitze im Bayerischen Landtag

Eine Delegation des Freundeskreises besuchte auf Einladung von Ministerpräsident Horst Seehofer am 7.12. den Bayerischen Landtag, um gemeinsam mit den Bürgermeistern aus Balderschwang und Obermaiselstein über den Streit am Riedberger Horn und mögliche Alternativen zur geplanten Skischaukel zu sprechen. Bei dem Treffen waren außerdem Heimatminister Markus Söder, Umweltministerin Ulrike Scharf, CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer und mehrere Allgäuer Landtagsabgeordnete der CSU anwesend. Die beiden Bürgermeister machten deutlich, dass sich an ihren Plänen für die Skischaukel nichts geändert habe und sie sich auf keine Kompromisse einlassen wollen. Wir setzen jedoch auf weitere Gespräche und friedlichen Protest - mit der Hoffnung, die Bürgermeister doch noch für von uns vorgeschlagene Alternativen gewinnen zu können. Das Allgäu braucht keine neuen Skigebiete, sondern sanften, naturverträglichen Tourismus, der auch in Zeiten des Klimawandels funktioniert.

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Riedberger Horn: So verlief das Gipfeltreffen - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Riedberger-Horn-So-verlief-das-Gipfeltreffen-id43487121.html

Jagdverband ist gegen die Skischaukel!

Meldung aus der AZ am 02.12.17: Der Kreisjagdverband Oberallgäu (KJV) wird eine mögliche Klage gegen den Bau eines Liftverbunds zwischen Grasgehren und Balderschwang unterstützen, so der Oberallgäuer KJV-Vorsitzende Heinrich Schwarz. Jahrelang habe man das Schalenwild im Gebiet ums Riedberger Horn bejagt, um den Schutzwald zu bewahren. Dass jetzt sechs Hektar davon abgeholzt werden sollen, um Platz für die Liftverbindung zu schaffen, kann Schwarz nicht verstehen. Probleme sieht er auch im Verlauf der geplanten Piste, die durch ein Wildschutzgebiet führen soll.

Wildtiere sind am Riedberger Horn bereits jetzt erheblichem Stress ausgesetzt. Dieser würde durch die Skischaukel dramatisch erhöht.


Mahnwache vor dem Landratsamt OA

Die Änderung des Alpenplans wurde am 9. November 2017 vom bayerischen Landtag beschlossen, doch damit geht die Arbeit für uns erst so richtig los. Die Entscheidung über den Bau einer Skischaukel liegt jetzt beim Landratsamt Oberallgäu. Mit unserer Mahnwache vor Ort in Sonthofen machten wir Landrat Anton Klotz und seinen Mitarbeitern deutlich, dass wir den weiteren Entscheidungsprozess genau beobachten werden und unseren Protest gegen die Skischaukel verstärkt fortsetzen!


Unsere Bergandacht am Riedberger Horn

Am Samstag, 21.10.2017 hielten Pfarrer Helmut Klaubert (evang.) aus Fischen und Dekan Michael Edenhofer (altkatholisch) aus Kempten am Riedberger Horn eine Bergandacht ab. Sehr anschaulich sprachen sie über unsere Pflicht, die Schöpfung zu bewahren und mit unserer Erde verantwortungsvoll umzugehen. 

Musikalisch begleitet wurde die Andacht von dem Alphornbläser Andreas Kerber von den "Kerber Brothers".

Herzlichen Dank an Alle, die uns hier unterstützt haben!

 

 


Demo zur Eröffnung der Festwoche in KE    mit Horst Seehofer

Mit einem Paukenschlag zur Eröffnung der Allgäuer Festwoche in Kempten durch Ministerpräsident Horst Seehofer taucht der "Freundeskreis Riedberger Horn" erstmals in der Öffentlichkeit auf:

In Kreisboten und Allgäuer Zeitung erschienen unsere ganzseitigen Anzeigen mit über 1500 Unterschriften von Allgäuer Bürgern, die gegen den Bau der Ski-Schaukel sind. Außerdem standen rund 1000 Demonstranten mit "Hände weg vom Alpenplan"-Rufen Spalier, als der Festzug mit Herrn Seehofer und bekannten Allgäuern aus Politik und Wirtschaft Richtung Festwochengelände marschierte.

Unser bunter, friedlich aber lauter Protest hat einen großen Eindruck hinterlassen! Sprecher des Freundeskreises überreichten Horst Seehofer unsere Zeitungsanzeige und wurden von ihm persönlich zu einem Besuch in der Staatskanzlei in München eingeladen, um über die Skischaukel am Riedberger Horn zu sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Zeitungsanzeige zur Festwochen-Eröffnung, in der wir Horst Seehofer bitten, den Alpenplan zu erhalten.

Über 1500 Bürger aus dem Allgäu haben uns hierbei mit ihrem Namen unterstützt!