Hier ein Kleiner Überblick über Aktuelle Themen

Termine, Hintergründe, Aktionen

Vom Aussterben bedrohte Maus am Riedberger Horn entdeckt

Die äußerst seltene Waldbirkenmaus ist an ihrem dunklen Aalstrich auf dem Rücken sehr gut erkennbar. Ihr Schwanz ist eineinhalbmal so lang wie ihr Körper und sie wiegt nur ca. 10 Gramm. Ein solches Exemplar wurde im August von einer Wildkamera, die im Rahmen einer Bachelorarbeit kurz unterhalb des Gipfels aufgestellt war, am Riedberger Horn gesichtet.

Die Maus wird auf der Roten Liste Bayerns als "stark gefährdet" eingestuft. Jedes Vorkommen der Population ist angesichts der Seltenheit hochgradig schützenswert.

"Bei den geplanten Eingriffsmaßnahmen rund um das Riedberger Horn muss dieser neue Aspekt unbedingt beachtet und sorgfältig geprüft werden", so Norbert Schäffer (LBV-Vorsitzender).


Beschneiungsbecken am Riedberger Horn genehmigt! Sieht so der versprochene "sanfte Tourismus" in der Region aus?

Foto: Thomas Frey

Am Montag spricht Ministerpräsident Söder im Rahmen der Allgäuer Festwoche noch von "naturverträglichem Öko-Tourismus" für die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein - gleichzeitig genehmigt Landrat Klotz per Sofortvollzug den Bau eines Beschneiungsbecken für die Kunstschneeproduktion inmitten eines Jahrtausende alten Moors am Riedberger Horn. Der ausgewählte Standort liegt in einer biologisch hoch sensiblen Zone. Es sind nicht nur klimarelevante Moore betroffen, deren besondere Schutzwürdigkeit erst kürzlich von der Staatsregierung mit einem Masterplan „Moore in Bayern“ bestärkt wurde. Im umliegenden Gebiet kommen zudem das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn und  sensible Arten wie Alpensalamander und Raufußkauz vor.

BN und LBV legen Rechtsmittel ein, um zu verhindern dass die Bauarbeiten schon im August beginnen könnten. Wir vom Freundeskreis stehen voll hinter den Verbänden!

Die ausführliche Pressemeldung von BN und LBV finden Sier hier.


Protestaktion im Rahmen der Allgäuer Festwoche 2018: wir fordern von Ministerpräsident Markus Söder die Zone C am Riedberger Horn zurück!

„In den nächsten zehn Jahren soll es keine Skischaukel am Riedberger Horn geben!“ Mit dieser Ankündigung im Frühjahr dieses Jahres wollte Ministerpräsident Söder den jahrzehntelangen Streit um den Skigebietsausbau im Grasgehrenkessel für beendet erklären. Dieses Versprechen hat jedoch einen entscheidenden Haken: So lange das Riedberger Horn nicht den alten Status der Schutzzone C des Alpenplans zurückerhält, können die Pläne für eine Skischaukel jederzeit wieder aktuell werden. Deshalb fordern wir mit einer Plakataktion zur Allgäuer Festwoche Herrn Söder und den Bayerischen Landtag dazu auf, den bisher höchsten Schutzstatus am Riedberger Horn wiederherzustellen, denn

"wer A sagt muss auch C sagen"!

Wir vom Freundeskreis begrüßen ausdrücklich, dass die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein zu Modelldörfern für naturverträglichen Ski- und Bergtourismus entwickelt werden sollen. Die Äußerung eines Lokalpolitikers, man könne ja dank der Alpenplanänderung immer noch in sechs bis sieben Jahren eine Skischaukel bauen, lassen allerdings Zweifel an der Ernsthaftigkeit des neuen Weges aufkommen. Auch die Planungen für eine Bordercross- Strecke samt riesigem Speicherbecken in einem geschützten Moorgebiet des Grasgehrenkessels schüren das Misstrauen der Bevölkerung über die Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit der neuen „Naturoffensive“ der Bayerischen Staatsregierung.

 

 

Foto: Martin Simon


Freundeskreis spendet an BN und LBV

Bei der von Freundeskreis und IG Oma organisierten Veranstaltung mit dem Extremkletterer Alexander Huber und einem Vortrag von Dr. Michael Schneider über den Klimawandel im Bahnhof Oberdorf/Martinszell konnten wir einen kleinen Gewinn erzielen, den wir am vergangenen Montag feierlich an BN und LBV spendeten. Mit dem Reinerlös der Veranstaltungen wollen wir die Normenkontrollklage beider Verbände gegen das Land Bayern unterstützen - zur Wiedereinführung der Schutzzone C am Riedberger Horn!    

Stellvertretend für den Freundeskreis und die IG OMa überreichte Hans-Jürgen Richter einen Scheck in Höhe von 1.750 € an die Vorsitzenden beider Verbände. 

Im Bild (v.l.) Richard Mergner (BN-Landesvorsitzender), Peter Rottner (BN-Landes-geschäftsführer), Hans-Jürgen Richter, Dr. Norbert Schäffer (LBV-Vorsitzender). 

Foto: Thomas Frey


"staunen und schweigen" - Sonnenuntergangswanderung auf das Riedberger Horn

Es gibt kaum einen schöneren Ort als das Riedberger Horn, um
den Sonnenuntergang zu erleben. Unser evangelischer Pfarrer Helmut Klaubert führt Sie zu einem Moment der inneren Einkehr.

Termine: 24.06.18 - 20 Uhr, 22.07.18 - 19.45 Uhr, 26.08.18 - 19 Uhr, 23.09.18 – 18 Uhr. Treffpunkt am Parkplatz der Grasgehrenhütte!
Wichtiges: Wanderausrüstung, Brotzeit und evtl. Stirnlampe mit-bringen. Die Wanderung findet nur bei trockener Witterung statt. Information unter 08326/7853
Dauer: ca. 3 Stunden, keine Anmeldung erforderlich


Herzlich Willkommen im Freundeskreis, DAV-Sektion Weiler!

Als neues Mitglied dürfen wir die DAV-Sektion Weiler (http://www.alpenverein-weiler.de/index.php) begrüßen!

Deren Vorstandschaft sprach sich dafür aus, dem Freundeskreis beizutreten. Wir freuen uns!

Der Deutsche Alpenverein setzt sich für eine umwelt- und sozialverträgliche Entwicklung des Alpenraums ein, um unsere Gebirgslandschaft auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

 

 


Teilerfolg: Die Skischaukel kommt NICHT - für mindestens 10 Jahre!

Bei einer Pressekonferenz (06.04.18) mit den Bürgermeistern aus Balderschwang und Obermaiselstein sowie mit Landrat Anton Klotz verkündet Markus Söder das vorläufige Ende der Skischaukel. Diese Nachricht ist für uns ein toller Etappensieg! Wir danken allen Unterstützern, die uns bis hierher begleitet haben!

Um das Riedberger Horn nachhaltig vor einer Bebauung zu schützen, muss die Änderung des Alpenplans rückgängig gemacht werden. Für dieses Ziel setzen wir uns nach wie vor ein und hoffen, dass ihr uns dabei weiterhin den Rücken stärkt!


BN und LBV haben eine Normenkontroll-klage gegen die Änderung des Landesent-wicklungsplans (LEP) eingereicht

Der Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben als ersten juristischen Schritt gegen die geplante Skischaukel am Riedberger Horn eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof München eingelegt. Diese richtet sich gegen die Änderung des bayerischen LEP, durch die das Bauprojekt erst ermöglicht wurde. Unterstützt wird die Klage von CIPRA Deutschland, dem Deutschen Alpenverein, den Naturfreunden Bayern, der Gesellschaft für ökologische Forschung, dem Verein zum Schutz der Bergwelt und Mountain Wilderness.


Ausverkauftes Haus: Alexander Huber mit seinem Vortrag "die steile Welt der Berge"

Ein riesen Erfolg war unsere Veranstaltung am 23.03. mit der IG OMa in Oberdorf, bei der wir den Extremkletterer Alexander Huber zu Gast hatten. Nach einer einleitenden Gesprächsrunde über den Alpenplan, die Folgen des Klimawandels, den Begriff "Heimat" und die Situation am Riedberger Horn entführte uns der Huberbua mit faszinierenden Bildern in seine Welt aus Fels und Eis. Vor fast 500 Zuschauern berichtete er von seinen Abenteuern, u.a. am Matterhorn, dem Hohen Göll oder dem Ritterknecht in Ostgrönland. 

Ob in der Ferne oder vor der eigenen Haustüre - für Alexander Huber ist die intakte Natur ein großes Geschenk, das es unbedingt zu schützen gilt! Deshalb ist der Alpenplan auch für ihn unantastbar.


Leserumfrage des KREISBOTEN: Soll die Skischaukel am Riedberger Horn gebaut werden?

                                                            

Bis zum 19. März können Sie im Internet unter https://www.kreisbote.de/lokales/kempten/gutachten-bund-naturschutz-skischaukel-nicht-genehmigungsfaehig-9686042.html anonym abstimmen, ob Sie für oder gegen den Bau der Skischaukel am Riedberger Horn sind.

Der zugehörige Artikel fasst nochmal alle Daten und Fakten zum Thema zusammen. Gemeinsam mit den Verbänden fordern wir von der Politik, die Änderung des Alpenplans rückgängig zu machen!


Skipiste am Riedberger Horn ist laut neuem Gutachten nicht genehmigungsfähig

Die Geologie am Riedberger Horn ist so labil und das Risiko für Muren und Hangrutsche so hoch, dass der Bau der heftig umstrittenen Skischaukel dort im Widerspruch zu allen gesetzlichen Vorgaben stünde - zu diesem Schluss kommt das neue Gutachten eines Nürnberger Geologen-Teams. Nach Ansicht der Fachleute ist die Piste wegen der geologischen Situation am Riedberger Horn nicht genehmigungsfähig. Selbst das Landesamt für Umwelt hat den Berg in seinen Gefahrenhinweiskarten als Gebiet ausgewiesen, das anfällig für Rutschungen und Hangabbrüche ist. 


Wir verlosen 3 x 2 Tickets für Alexander Hubers "Die steile Welt der Berge"

Am 23.03.2018 ist unser Unterstützer, der Extremkletterer Alexander Huber, beim Freundeskreis und der IG OMa mit seiner spannenden Multimedia-Show zu Gast (20 Uhr, Mehrzweckhalle Oberdorf).

Für diese Veranstaltung verlosen wir 3x je zwei Tickets:

Schickt uns einfach euer schönstes Foto des Riedberger Horns!

Aus allen Einsendungen ziehen wir die drei Gewinner.

Die Aufnahmen werden hier in unserer Galerie gezeigt; durch eure Teilnahme erteilt ihr uns die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Aufnahme mit Angabe der Quelle. Alle Gewinner werden per Mail von uns benachrichtigt!

Einsendeschluss ist Mittwoch, der 14. März 2018. Viel Glück!


Der DAV Allgäu-Kempten ruft seine Mitglie-der auf, den Freundeskreis zu unterstützen

Der Vorstand der DAV Sektion Allgäu-Kempten hat sich bei seiner letzten Sitzung am 01.02.2018 dafür ausgesprochen, seinen Mitgliedern zu empfehlen, dem Freundeskreis beizutreten. Seitdem sind schon zahlreiche neue Anmeldungen bei uns eingegangen.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

 

Weitere Infos unter: https://www.dav-kempten.de


Kreisjagdverband (KJV) Kempten e.V. tritt dem Freundeskreis Riedberger Horn bei

Wir freuen uns sehr, den Kreisjagdverband Kempten e.V. offiziell zu unseren Unterstützern zählen zu dürfen!

Als anerkannter Naturschutzverband mit derzeit 400 Mitgliedern setzt sich der KJV Kempten selbstverständlich für den Erhalt der Schutzzone C am Riedberger Horn ein und übernimmt Mitverantwortung auch für nicht jagbare Tierarten und deren Lebensräume.

 


Murenabgang Bolsterlanger Hörnerbahn

Der  Murenabgang am Bolsterlanger Horn ist ein alarmierendes Warnsignal gegen den Ausbau des benachbarten Riedberger Horns. Die Gipfel der gesamten Hörnergruppe bestehen aus Flysch. Dieses tonige Gestein ist wenig beständig und rutschgefährdet.

Beim Murenabgang in Bolsterlang wurden glücklicherweise keine Menschen verletzt, es entstand aber ein Milliondenschaden.

 


Aufruf zur Abstimmung für "Bayerns Naturschönheiten"!

Stellen Sie sich vor, die Bayerische Staatsregierung verkündet bei einer Jubiläumsveranstaltung, dass das Riedberger Horn eine der Top-Naturschönheiten Bayerns ist...und gleichzeitig rollen dort Bagger, die eine Skipiste planieren und Bäume fällen, um Platz für einen Skilift zu machen? Unvorstellbar!

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucher-schutz hat einen Wettbewerb ausgerufen:

http://www.naturschoenheiten.bayern.de/

Es stehen zahlreiche Fotos zur Verfügung, die die Einzigartigkeit der bayerischen Natur zeigen. Geben Sie dem Riedberger Horn Ihre Stimme! Auch für die Eisenbreche (Ostrach/Hintersteiner Tal), deren Einzigartigkeit nach wie vor durch den geplanten Bau eines Wasserkraftwerks bedroht ist, kann abgestimmt werden.


Ein breites gesellschaftliches Bündnis!

Seit im November 2017 mit den Stimmen von CSU und Freien Wählern der Alpenplan geändert wurde, steigen die Unterstützer-zahlen des "Freundeskreis Riedberger Horn" rasant an. Seit der Entscheidung im Landtag vor zwei Monaten hat sich die Zahl unserer Freunde von 2.500 auf über 4.000 erhöht! Neben vielen Privatper-sonen kommen nun auch die Oberallgäuer Kreisgruppen des Bund Naturschutz (BN) und des Landesbund für Vogelschutz (LBV), der Deutsche Alpenverein mit den Sektionen Immenstadt und Oberstaufen-Lindenberg, der Verein Allgäuer Kräuterland, der Kreisjagdverband Oberallgäu und der Verein Wandern und Erleben Allgäu dazu. Zusammen mit den neu hinzugekommenen Organisationen und Vereinen zählt das breite gesellschaftliche Bündnis mittlerweile über 10.000 Unterstützer aus dem Allgäu.
Neue Freunde des Riedberger Horns sind zudem die Allgäuer Sängerinnen der Vivid Curls sowie der überregional bekannte Wildpflanzenexperte Dr. Markus Strauß. Durch diesen enormen Zuspruch bestärkt, planen wir bis zur Landtagswahl im Herbst weitere Aktionen; Infos folgen!

Foto: Monika Häußinger

v.l. Martin Simon (Sprecher Freundeskreis), Dr. Michael Schneider (Wandern und Erleben Allgäu + DAV-Sektion Immenstadt), Julia Wehnert (BN-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu), Gerti Epple (Allgäuer Kräuterland), Thomas Blodau (LBV-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu), Christine Speer (BN-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu), Dr. Markus Strauß (Wildpflanzenexperte), Hans-Jürgen Richter (Freundeskreis), Brigitte Kraft (LBV Schwaben), Inka Kuchler (Vivid Curls), Barbara Schäffeler (Freundeskreis)


Beitrag von Susanne Lettenbauer (Deutschlandfunk Kultur) vom 2.1.2018: Brauchen wir mehr Skilifte in den deutschen Alpen? Das meint offenbar die bayerische Staatsregierung und hat vor Kurzem den "Alpenplan" geändert, der vor einer Übererschließung der Alpen schützt. Das stößt bei vielen auf Missfallen - auch bei CSU-Mitgliedern.

(Link zum Beitrag  - Klick aufs Bild).


Statement von Jagdaufseher Franz Herz:                 Mehr Natur am Riedberger Horn!

Franz Herz ist Jagdaufseher am Riedberger Horn. Mit Sorge betrachtet er den zunehmenden Wintertourismus, der das Wild immer weiter zurückdrängt. Am stark abnehmenden Bestand der Birkhühner sei diese Problematik besonders gut zu erkennen.

Da die unberührte Natur das eigentliche Kapital des Allgäus ist, hofft Franz Herz auf mehr naturnahen Tourismus in der Region (Link zum Beitrag des BR von V. Wagensommer, 28.12. - Klick aufs Bild rechts).

 

 


Konkrete Planungen für das Skigebiet am Riedberger Horn!

Stückchenweise werden die Ausbaupläne am Riedberger Horn bekannt; für Grasgehren ist eine hochmoderne Beschneiungsanlage sowie ein Achter-Sessellift vorgesehen. Kosten: rund zehn Millionen Euro, wovon durch die Subventionen für Modernisierung und Neubau von Skiliften ein großer Teil aus Steuergeldern finanziert werden soll! Hierzu ein interessanter Artikel von Christian Sebald (Süddeutsche Zeitung) vom 18.12.2017:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/alpenschutz-die-liftbetreiber-am-riedberger-horn-zeigen-ihr-wahres-gesicht-1.3796552


Editorial: Geld stinkt auch in Bayern nicht

....aus der Jagdzeitschrift "Pirsch" (21/2017):

Am 9. November zeigte der Bayerische Landtag, was wirklich zählt im Freistaat: Geld. Dank ihrer Mehrheit drückte die CSU eine Änderung des Alpenplans durch, der die Bergwelt durch seine Kategorie C eigentlich vor einem ausufernden Skitourismus schützen sollte. Sagt das Landratsamt Oberallgäu jetzt noch "ja", ist der Weg so gut wie frei für die geplante Skischaukel am Riedberger Horn. Die Betreiber können so zwei Skigebiete miteinander verbinden.

45 Jahre hielt der Alpenplan, dann siegte die Aussicht auf sprudelnde Wintersport-Millionen gegen Heimat, Wild - und bereits ausgegebenes Steuergeld. Vor allem der Präzedenzfall am Riedberger Horn hat es in sich: Sowohl die geplante Verbindungs-Sesselbahn als auch die Verbindungsabfahrt schneidet durch eins der besten Birkwild-Habitate Bayerns. Wie die Hühner auf Pistenpräparation, Variantenskifahrer und Lebensraumzerschneidung reagieren werden? Wohl mit einem gepflegten "Servus". Die Schneebegeister- ten sollen außerdem mitten durch ein Wildschutzgebiet brettern, und auch einige Hektar Schutzwald verlieren im Angesicht des Après-Ski plötzlich ihre Bedeutung. Um die politische Irrfahrt auf die Spitze zu treiben, ist ein Teil des Riedberger Horns Sanierungsgebiet. Mit viel Steuergeld wurde dort jahrelang der Wald hoch- und das Schalenwild kurz gehalten. Erst musste also das Wild der Schutzwaldsanierung weichen, jetzt werden wohl Beide von Kunstschnee und Skizirkus abgelöst. Prost Mahlzeit - diese Logik muss mir mal einer erklären...

Martin Weber,  Redakteur


Gespräch mit der CSU-Spitze im Bayerischen Landtag

Eine Delegation des Freundeskreises besuchte auf Einladung von Ministerpräsident Horst Seehofer am 7.12. den Bayerischen Landtag, um gemeinsam mit den Bürgermeistern aus Balderschwang und Obermaiselstein über den Streit am Riedberger Horn und mögliche Alternativen zur geplanten Skischaukel zu sprechen. Bei dem Treffen waren außerdem Heimatminister Markus Söder, Umweltministerin Ulrike Scharf, CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer und mehrere Allgäuer Landtagsabgeordnete der CSU anwesend. Die beiden Bürgermeister machten deutlich, dass sich an ihren Plänen für die Skischaukel nichts geändert habe und sie sich auf keine Kompromisse einlassen wollen. Wir setzen jedoch auf weitere Gespräche und friedlichen Protest - mit der Hoffnung, die Bürgermeister doch noch für von uns vorgeschlagene Alternativen gewinnen zu können. Das Allgäu braucht keine neuen Skigebiete, sondern sanften, naturverträglichen Tourismus, der auch in Zeiten des Klimawandels funktioniert.

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Riedberger Horn: So verlief das Gipfeltreffen - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Riedberger-Horn-So-verlief-das-Gipfeltreffen-id43487121.html

Jagdverband ist gegen die Skischaukel!

Meldung aus der AZ am 02.12.17: Der Kreisjagdverband Oberallgäu (KJV) wird eine mögliche Klage gegen den Bau eines Liftverbunds zwischen Grasgehren und Balderschwang unterstützen, so der Oberallgäuer KJV-Vorsitzende Heinrich Schwarz. Jahrelang habe man das Schalenwild im Gebiet ums Riedberger Horn bejagt, um den Schutzwald zu bewahren. Dass jetzt sechs Hektar davon abgeholzt werden sollen, um Platz für die Liftverbindung zu schaffen, kann Schwarz nicht verstehen. Probleme sieht er auch im Verlauf der geplanten Piste, die durch ein Wildschutzgebiet führen soll.

Wildtiere sind am Riedberger Horn bereits jetzt erheblichem Stress ausgesetzt. Dieser würde durch die Skischaukel dramatisch erhöht.


Mahnwache vor dem Landratsamt OA

Die Änderung des Alpenplans wurde am 9. November 2017 vom bayerischen Landtag beschlossen, doch damit geht die Arbeit für uns erst so richtig los. Die Entscheidung über den Bau einer Skischaukel liegt jetzt beim Landratsamt Oberallgäu. Mit unserer Mahnwache vor Ort in Sonthofen machten wir Landrat Anton Klotz und seinen Mitarbeitern deutlich, dass wir den weiteren Entscheidungsprozess genau beobachten werden und unseren Protest gegen die Skischaukel verstärkt fortsetzen!


Unsere Bergandacht am Riedberger Horn

Am Samstag, 21.10.2017 hielten Pfarrer Helmut Klaubert (evang.) aus Fischen und Dekan Michael Edenhofer (altkatholisch) aus Kempten am Riedberger Horn eine Bergandacht ab. Sehr anschaulich sprachen sie über unsere Pflicht, die Schöpfung zu bewahren und mit unserer Erde verantwortungsvoll umzugehen. 

Musikalisch begleitet wurde die Andacht von dem Alphornbläser Andreas Kerber von den "Kerber Brothers".

Herzlichen Dank an Alle, die uns hier unterstützt haben!

 

 


Demo zur Eröffnung der Festwoche in KE    mit Horst Seehofer

Mit einem Paukenschlag zur Eröffnung der Allgäuer Festwoche in Kempten durch Ministerpräsident Horst Seehofer taucht der "Freundeskreis Riedberger Horn" erstmals in der Öffentlichkeit auf:

In Kreisboten und Allgäuer Zeitung erschienen unsere ganzseitigen Anzeigen mit über 1500 Unterschriften von Allgäuer Bürgern, die gegen den Bau der Skischaukel sind. Außerdem standen rund 1000 Demonstranten mit "Hände weg vom Alpenplan"-Rufen Spalier, als der Festzug mit Herrn Seehofer und bekannten Allgäuern aus Politik und Wirtschaft Richtung Festwochengelände marschierte.

Unser bunter, friedlich aber lauter Protest hat einen großen Eindruck hinterlassen! Sprecher des Freundeskreises überreichten Horst Seehofer unsere Zeitungsanzeige und wurden von ihm persönlich zu einem Besuch in der Staatskanzlei in München eingeladen, um über die Skischaukel am Riedberger Horn zu sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Zeitungsanzeige zur Festwochen-Eröffnung, in der wir Horst Seehofer bitten, den Alpenplan zu erhalten.

Über 1500 Bürger aus dem Allgäu haben uns hierbei mit ihrem Namen unterstützt. Vielen herzlichen Dank!